Logbuch:


Aschaffenburger Wassersportforum 2012

Am 01.06.2012 fand im Gebäude des Ruderclubs das 7. Aschaffenburger Wassersportforum statt. Vertreter aus den Verbänden und Vereinen sowie interessierte Wassersportler waren zahlreich anwesend. Neben den üblichen Themen des friedlichen Zusammenlebens wurden dieses Mal speziell die Abläufe im Schleusenbereich besprochen. Im folgenden eine kurze Zusammenfassung der Themen und der erörterten Ergebnisse.



Ausbaggern Floßhafen:

Die Problematik des versandeten Floßhafens besteht immer noch, ist aber aufgrund der Hochwasserlage und der Wasserabflüsse des letzten Winters nicht mehr so akut wie in den lezten Jahren. Herr Momper (WSA) wies nochmals darauf hin, daß ihm aus finanzieller Sicht die Hände gebunden seien, den Floßhafen für die Freizeitschifffahrt auszubaggern. Er wies nochmals darauf hin, daß sich die Vereine gerne selbständig mit beteiligten Firmen in Verbindung setzen und Aufträge erteilen können. Bei ansehenden Baumaßnahmen des WSA können für die Vereine so die Kosten für die Baustelleneinrichtung/Anfahrten der Baugeräte gespart werden. Laut den Pachtverträgen der Vereine sind diese selbst für ihre Wassertiefe verantwortlich. Herr Weber (BMYV) wies nochmals darauf hin, daß Baggerkosten auch nicht vom Verband übernommen werden können. Eine Rücklagenbildung in den Vereinen erachtet er als sinnvoll.

Verkehrssicherung:

Ein morscher Baum, der seit dem Pfingstwochenende die Einfahrt in den Floßhafen beeinträchtigt, wird vom WSA entfernt. Für Bäume auf Pachtgeländen der Vereine tragen die Pächter die Verantwortung der Verkehrssicherheit. Das Fällen von Bäumen ist vorher mit den zuständigen Stellen zu besprechen.

Anlegestellen für Sportboote am Main:

Öffentlichen Anleger sind am Main im Vergleich zur Mosel sehr rar gesät. Genehmigungsversuche laufen (Projekt Lebensader Main) sind jedoch eher für den Muskelbetriebenen Wassersport gedacht. Das WSA und die WSP unterstützen den Bau von Anlegern aus Gründen der Verkehrssicherheit, die wasserrechtliche Genehmigung gestaltet sich jedoch oft problematisch. Bei der Planung von Anlegern sollten die Gemeinden befragt werden.

Unsichtiges Wetter:

Der Begriff "unsichtiges Wetter" ist gesetzlich nicht definiert. Laut Rechtsprechung wird als "unsichtiges Wetter" eine Sichtweite von weniger als 500m in Berg- und in Talfahrt angenommen. Bei unsichtigem Wetter hat die Sportschifffahrt die Fahrt einzustellen, sofern sie nicht mit einer zugelassenen(!) Radaranlage und dem dazu benötigten Zubehör ausgerüstet ist (auf Sportbooten ist dies eher unüblich).

Problematik Wellenschlag/Geschwindigkeit:

Im Floßhafen ist Sog und Wellenschlag zu vermeiden, d.h. es ist mit der geringsten, zum manövrieren benötigten Geschwindigkeit zu fahren. Einen vorgeschlagenen Einbahnverkehr hält die WSP aufgrund der extremen Umwege um den Trenndamm und der vorherrschenden Untiefe im Floßhafen nicht für sinnvoll.

Gestaltung von Fahrzeugen mit erhöhter Geräuschbildung:

Eine Zulassungsvorschrift für Sportboote ist nicht in Sicht. Seit 2001 werden bei der CE-Zertifizierung für Neuboote Lärmgrenzwerte vorgeschrieben, die auch nachträglich nicht abgeändert werden dürfen. Nachträglich eingebaute umschaltbare Auspuffanlagen oder Veränderungen sind somit ordnungswidrig. Es gilt jedoch weiterhin der Bestandsschutz für ältere Fahrzeuge, wie bisher.

15PS-Regelung, Führerscheinpflicht:

Die Anhebung der Leistung von führerscheinfreien Motoren auf 15PS wurde im Bundestag beschlossen. Eine Verordnung wird derzeit formuliert. Noch ist dieser Beschluß kein geltendes Recht, es gilt weiterhin die 5(6)PS Begrenzung. Bundesweit blickt die Mehrheit der praxisbezogenen Wassersportler mit Sorge dieser Regelung entgegen.

Funkausrüstung von Sportbooten:

Das WSA, die WSP sowie die Verbände enpfehlen ausdrücklich die Ausrüstung der Sportboote mit UKW-Sprechfunk zur Sicherung der Kommunikation und der Gewährleistung der Leichtigkeit des Verkehrs.

Schleusen mit Großschiffahrt:

Antriebe und Strahlruder der Großschifffahrt dürfen während des Schleusenvorgangs nicht benutzt werden, sofern sich Sportboote in der Schleusenkammer befinden. Die Schichtleiter der Schleusen können in diesem Fall angesprochen werden und schreiten dann ggF. ein. Dieses Einschreiten wurde bereits positiv von einigen Sportbootfahrern zur Kenntnis genommen.

Geschwindigkeit an Schleusen:

An Schleusen ist Sog und Wellenschlag zu vermeiden, dies gilt im gesamten Bereich der Anlage (sichtbarer bebauter Bereich). Schichtleiter an Schleusen sind angewiesen, keine Anweisungen bezüglich der "schnellen Einfahrt" von Sportbooten zu geben. Die Verantwortung für die einhaltung einer sicheren Geschwindigkeit, die zum manövirieren nötig ist und die einhaltung der benötigten Sicherheitsabstände liegt beim Schiffsführer.

Stilliegen im Schleusenbereich:

Schleusengelände sind nicht öffentlich. Das Betreten ist mit dem Schichtleiter abzusprechen. Absprachen für das Liegen im Oberwasser sind ebenfalls wünschenswert, da Wasserstansschnellabsenkungen im Notfall möglich sind. Beim Ankern uns Stilliegen ist Nachts ein geprüftes Liegelicht (Ankerlicht) erforderlich.

Änderung der BinSchStrO:

Die für den Schiffsführer geltende 0,5 Promillegrenze wurde nun auch auf die nautische Besatzung ausgeweitet. D.h. sie gilt auch für Beobachter im Wasserskiboot sowie für Besatzung, die beim Schleusenvorgang erforderlich/beschäftigt ist.

Vorsicht Bauernfänger:

Die WSP warnt vor vermeindlichen Schnäppchen beim Bootskauf, besonders in England. Hier wird unter Angabe falscher Ausweisdaten oft eine Vorabzahlung für Bootskäufe vereinbart. Hierbei handelt es sich oft um Betrug. Vor dem Bootskauf bietet die WSP an, die Daten des zu kaufenden Bootes zu überprüfen (Rumpfnummer, Vorbesitzer, etc.)


Fazit:

Das Wassersportforum war sehr informativ und selbst die erfahrenen Bootsfahrer folgten sehr interessiert den Ausführungen der WSA, der WSP und der Verbandsvertreter. Alle Beteiligten wünschten sich jedoch eine noch höhere Teilnehmerzahl, um auch die nicht-organisierten Wassersportler, für die dieses Forum eigentlich gedacht ist, besser zu erreichen.

Geschrieben von: Denis Schött



Eisgang auf dem Main

Aufgrund der anhaltenden tiefen Temperaturen von bis zu -18°C herrschte Anfang Februar 2012 auf dem gesamten Main starker Eisgang.


Der Main war stromaufwärts ab der Staustufe Obernau gesperrt. Dort wurden Eisdicken von 15-40cm gemessen. Im Unterlauf des Mains war die Schiffahrt nur bedingt möglich.


Schiffe, die den Aschaffenburger Staatshafen vom Rhein aus anlaufen wollten benötigten Unterstützung von Eisbrechern, die den Schiffen den sicheren Weg durch 10-20cm dickes Eis bahnten.

Der Aschaffenburger Floßhafen war völlig zugefroren.


Auch das Clubschiff des BSC Nautilus steckte fest im dicken Eis.


Geschrieben von: Denis Schött



50 Jahre MWCA-Aschaffenburg e.V.

Vom 03.06.-05.06.2011 feierte der MWCA-Aschaffenburg sein 50-jähriges Bestehen.

Im Festzelt am Mainufer wurde dem Besucher viel geboten. Livemusik, Shantychor, Skipper-Frühstück und eine heilige Messe stellten die Highlights der Veranstaltung dar.
Viele Wassersportler aus befreundeten Vereinen besuchten die Feierlichkeiten und verbrachten schöne Stunden beim MWCA.Neben dem Organisator Rolf Berndt ließ es sich auch Vereinsgründer Bodo Zottmann nicht nehmen, ein paar ergreifende Worte an die anwesenden Gäste zu richten.

Auch die neue Vorstandschaft des BSC-Nautilus überbrachte seine Jubiläumsgrüße für ein halbes Jahrhundert Floßhafengeschichte.

Mehr Infos finden sie auf der Webseite des MWCA.


Geschrieben von: Denis Schött



Aktion Aufgeklart

Am 28.05.2011 fand im BSC-Nautilus die Aktion Aufgeklart der Wasserschutzpolizei statt.

Auf dem Clubschiff des BSC-Nautilus hatten die Skipper die Möglichkeit ihre Fragen und Probleme an zwei freundliche Beamte der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg zu richten. Das offene Gespräch am runden Tisch lieferte teilweise neue Erkenntnisse und sorgte für Aufklärung in den Themenbereichen Fahrregeln, Lichterführung, Kennzeichnung und Führerscheinpflicht. Auch das Zusammenleben der einzelnen wassersporttreibenden Interessengruppen wurde diskutiert und man kam einstimmig zur Erkenntnis, daß sich alle mit einem defensiven und toleranten Verhalten am besten verstehen.

Später wurden die einzelnen Boote und besonders die Ausrüstung von den Beamten in Augenschein genommen und auf Zweckmäßigkeit geprüft. Auch hier hatte jeder Skipper wieder die Möglichkeit ausführliche Informationen und Tips von den Wasserschutzpoliztisten zu erhalten.


Geschrieben von: Denis Schött



Bootsbesichtigung der Gypsy Life

Über das Osterwochenende vom 23.04.-25.04.2011 konnte im BSC-Nautilus das Expeditionsschiff "Gypsy Life" von Harald und Silvia Paul besichtigt werden.

Reges Interesse fand die Bootsbesichtigung des Expeditionsschiffs, mit dem Harald Paul zwei Mal den Nordatlantik überquerte und an der Küste Labradors im Eis überwinterte. Selbst erfahrene Binnenskipper waren erstaunt über den robusten und zweckmäßigen Aufbau und die Ausrüstung des Schiffs, worauf die Pauls nun schon seit einigen Jahren leben. Trotz des enormen Tiefgangs von 1,8m schaffte es Harald Paul sein hochseegängiges Schiff durch die obere Einfahrt des Floßhafens zu manövrieren.

Auch die Lokalpresse Main-TV berichtete über den Aufenthalt der Pauls mit einer Moderation aus dem BSC-Nautilus.

Den Link zum kompletten Fernsehbericht finden sie auf der Webseite von Main-TV.

Mehr Infos finden sie auf der Webseite von Harald Paul.


Geschrieben von: Denis Schött



Diavortrag von Harald Paul

Am 27.03.2011 fand im BSC-Nautilus ein Diavortrag statt.

Harald Paul berichtete anhand von phantastischen Foto- und Filmaufnahmen von seiner Überwinterung im Eis an der kanadischen Küste. Gebannt verfolgte das Publikum die Geschichten und jeder hatte am Ende der Veranstaltung die Möglichkeit ausführlich mit Harald und seiner Frau über die Problematiken und Erfahrungen dieser Reise zu sprechen. Im Rahmen des Diavortrags konnten auch Spendengelder für die DGzRS gesammelt werden.

Mehr Infos finden sie auf der Webseite von Harald Paul.


Geschrieben von: Denis Schött